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Rechtliches zu Ferntrainern

Rechtliche Lage zur Verwendung von Ferntrainern

 

Liebe Hundefreundin, Lieber Hundefreund,

Sie sind daran interessiert, Ihren kleinen Liebling zu erziehen und wollen herausfinden, ob das Hundetraining mit einem Ferntrainer für Sie infrage kommt? Dann sind Sie hier genau richtig. Auf dieser Seite haben wir wissenschaftliche und rechtliche Informationen zu der Erziehungsmethode mit Strom für Sie zusammengetragen.

Sind die Ferntrainer gesetzlich erlaubt?

Dieser Frage widmen wir uns auf dieser Seite. Doch, bevor es losgeht, noch eine kurze Erklärung unsererseits: Dies ist keine Rechtsberatung, lediglich eine Informationsseite zur aktuellen Rechtslage zum Thema Hundeerziehung mit Strom. Jegliche Gewährleistung ist ausgeschlossen. Es gibt zu diesem Thema eine unterschiedliche Rechtsauffassung. Nachfolgend finden Sie eine Auflistung der aktuellen Rechtslage.

Wie ist die Meinung der Wissenschaft?

An der Tierärztlichen Hochschule Hannover wurde zu diesem Thema eine Dissertation veröffentlicht. Im Rahmen dieser Forschungsarbeit wurde untersucht, wie sehr ein Hund unter Stress gerät, wenn ein Teleimpulsgerät verwendet wird. Dabei wurden die Ferntrainer Stachelhalsbändern und Abrufkommandos gegenübergestellt. Die Ergebnisse dieses verblüffenden Studienergebnisses erfahren Sie hier genauer. Eine Zusammenfassung der Studie können Sie hier lesen.

Was erlaubt das Tierschutzgesetz (TierSchG)?

§ 3 Abs. 11 TierSchG besagt: "Es ist verboten, ... ein Gerät zu verwenden, das durch direkte Stromeinwirkung das artgemäße Verhalten eines Tieres, insbesondere seine Bewegung, erheblich einschränkt oder es zur Bewegung zwingt und dem Tier dadurch nicht unerhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt, soweit dies nicht nach bundes- oder landesrechtlichen Vorschriften zulässig ist."

Was heißt "nicht unerhebliche Schmerzen"?

Der Gesetzgeber hat an dieser Stelle leider keine Definition für "nicht unerhebliche Schmerzen" formuliert.

Was heißt "erhebliches Leiden"?

Hier hat der Gesetzgeber ebenfalls keine Definition niedergeschrieben.

Was sagt das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG)?

Der 3. Senat des Bundesverwaltungsgerichtes urteilte in einem Leitsatz (BVerwG, Urteil vom 23.02.2006 - 3 C 14.05, http://www.bverwg.de/230206U3C14.05.0) wie folgt:

"Der Einsatz von Elektroreizgeräten, die erhebliche Leiden oder Schmerzen verursachen können, für Zwecke der Hundeausbildung ist gemäß § 3 Nr. 11 TierSchG verboten. Dabei kommt es nicht auf die konkrete Verwendung der Geräte im Einzelfall, sondern darauf an, ob sie von ihrer Bauart und Funktionsweise her geeignet sind, dem Tier nicht unerhebliche Schmerzen zuzufügen."

Was besagt das Waffengesetz (WafG)?

Am 20.12.2007 beschloss der Bundesrat eine Änderung des Waffengesetzes. Mit diesem Datum wurde der Artikel 1 Nr. 32 WafG konkretisiert. In einer Stellungnahme des Bundesrates heißt es:

"In Artikel 1 Nr. 32 Buchstabe a Doppelbuchstabe bb Dreifachbuchstabe ddd sind in Anlage 1 Abschnitt I Unterabschnitt 2 Nr. 2.2 nach dem Wort "Tierhaltung" die Wörter "oder bei der sachgerechten Hundeausbildung" einzufügen.

Begründung: In der Hundeausbildung durften bisher Elektroreizgeräte (Teletakt) eingesetzt werden. Die Geräte haben sich bewährt. Ein Verbot wäre unverhältnismäßig. Die Einfügung stellt klar, dass der Einsatz dieser Geräte weiterhin erlaubt ist."

Die genaue Stellungnahme des Bundesrates finden Sie hier.

Was sagt der Europäische Jagdverband?

Der Europäische Jagdverband "FACE" (The European Federation of Associations for Hunting & Conservation) spricht sich für eine ordentliche Handhabung von E-Halsbändern aus. Der Verband äußerte sich in einem Newsletter vom Mai 2010 zu den elektronischen Halsbändern wie folgt:

"Auf Einladung einer speziellen Arbeitsgruppe des Council for Animal Welfare, einem offiziellen Beratungsorgan des belgischen Federal Ministry for Public Health & Environment, hielt FACE SG/SPA am 27. Mai 2010 eine Präsentation zur Bedeutung von ordentlich ausgebildeten Hunden für die Jagd. Mit durchschnittlich einem Hund pro Jäger, das heißt rund 7 Millionen Sport- und Jagdhunden in Europa, ist es verständlich, dass viele Jäger tief besorgt über die Versuche der Tierschutzbewegung sind, den Einsatz sogenannter elektronischer bzw. E-Halsbändern für die Ausbildung von Hunden zu verbieten. Oft werden diese Halsbänder gewollt als "Schockhalsbänder bzw. "elektrische" Halsbänder beschrieben, obwohl sie bei ordnungsgemäßer Handhabung vollständig mit der Europäischen Konvention zum Schutz der Haustiere vereinbar sind. Jüngere Studien haben nicht nur gezeigt, dass diese nicht zu Verletzungen oder anderen physischen Schäden bei Hunden, sondern sogar für höhere Lerneffekte und weniger Stress als bei anderen Trainingsmethoden führen. Eine Bedingung ist, dass die Halbsbänder die von dem European Collar Manufacturers Association, ECMA (siehe auch www.ecma.eu.com) niedergelegten Erfordernisse einschließlich eindeutiger technischer Standards genügen (z.B. die Leistung von 100 mA niemals überschreiten) erfüllen. "

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